Französisch2017-01-02T17:48:15+00:00

Französisch

Die französische Sprache ist für die Menschen in der Bundesrepublik Deutschland von besonderer Bedeutung, weil sie Sprache des Nachbarlandes Frankreich ist sowie in Belgien, Luxemburg und auch in der Schweiz als Muttersprache gesprochen wird. Darüber hinaus ist das Französische Verkehrs- und Amtssprache in vielen Teilen der Welt und zahlreiche internationale Organisationen kommunizieren traditionell in dieser Sprache.

Die französische Sprache und Kultur ist ein wichtiger Bestandteil des europäischen Kulturerbes. Durch die Beschäftigung mit Frankreich und anderen französischsprachigen Ländern werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Schülerinnen und Schüler mit Offenheit und Verständnis den Menschen und der Lebenswirklichkeit Frankreichs beziehungsweise anderer frankophoner Länder begegnen und so zu einer offeneren und vorurteilsfreieren Sicht gesellschaftlicher Erscheinungen und politischer Entwicklungen gelangen. Dies ermöglicht ihnen auch, eine aktive, auf Wissen und Empathie beruhende Rolle in der Gestaltung persönlicher, kultureller und beruflicher Beziehungen zu übernehmen.

Es ist seit Jahrzehnten erklärter politischer Wille, auf der Grundlage des Deutsch-Französischen Vertrages von 1963 die besonderen Beziehungen zwischen den beiden Völkern durch persönliche und institutionelle Kontakte zu pflegen und das Erlernen der Sprache des Partners zu fördern. Das Land Baden-Württemberg als unmittelbares Nachbarland Frankreichs übernimmt hierbei eine Schlüsselrolle. Im steten Bemühen um Verständigung und Zusammenarbeit entwickelten sich Frankreich und Deutschland zu den entscheidenden Motoren der europäischen Einigungsbewegung und sind heute mit Abstand auch die wichtigsten Wirtschaftspartner in Europa.

(vgl. Leitgedanken zum Kompetenzerwerb Französisch aus dem Bildungsplan des Landes Baden Württemberg von 2004)

Im Französischunterrich geht es uns vor allem darum, die kommunikative Kompetenz zu fördern. Sie ermöglicht es unseren Schülern sprachlich zu handeln. Aus diesem Grund gehören zu den Grundfähigkeiten das Sprech-, Hör- und Leseverstehen, es geht jedoch auch darum, die Fähigkeit zur Sprachmittlung zu fördern und diverse Arbeitstechniken zu vermitteln.

Ab dem Abitur 2014 gehören all diese Fähigkeiten zum Prüfungsstoff. Die Prüfungsordnung sieht vor, dass im Laufe der Kursstufe eine verbindliche Hörverstehensklausur stattfindet, im schriftlichen Abitur wird das Leseverstehen geprüft. Hier müssen zusätzlich Kenntnisse zum literarischen Sternchenthema und der allgemeinen Landeskunde der französischsprachigen Welt vorhanden sein und auch eine Sprachmittlungsaufgabe kann Teil der schriftlichen Abitursklausur sein. Schließlich findet nach dem schriftlichen Abitur noch eine sogenannte „Kommunikationsprüfung“ statt, in der die Sprechkompetenz geprüft wird.

Aus diesem Grund arbeiten wir im Französischunterricht mit den unterschiedlichsten Methoden und Arbeitsformen, sodass unsere Schüler die Anforderungen, die an sie gestellt werden, erfüllen können. Dabei geht es uns nur mittelfristig um das Abitur, denn schließlich sollen wir unsere Schüler auch auf die Anforderungen vorbereiten, die beim Studium und in der Berufswelt an sie im fremdsprachlichen Bereich gestellt werden. Dies beinhaltet natürlich auch den Einsatz von modernen Medien, der übrigens im Bildungsplan an vielen Stellen konkret erwähnt wird.

Allerdings soll auch der Spaß nicht zu kurz kommen. Aus diesem Grund bemühen wir uns, den Unterricht so interessant und vielseitig wie möglich zu gestalten. Wir animieren unsere Schüler stets dazu, in der Fremdsprache kreativ zu sein und auch ihre eigenen Interessen zu verfolgen. Dazu gehören auch Projekte, die es unseren Schülern erlauben, sich mit der französischen Sprache und Kultur auseinanderzusetzen. Ein solches Projekt ist das virtuelle Austauschprojekt „Un autre monde / Eine andere Welt„. Des Weiteren bieten wir den Schülern der Mittelstufe einen einwöchigen Austausch nach Paris an und unterstützen Schüler der 7. bis 10. Klassen bei der Organisation eines individuellen Austauschs (zwischen zwei Wochen und drei Monaten). Schließlich wird in der Regel in der Kursstufe 1 eine Studienfahrt nach Paris angeboten.

Französisch oder Latein?

Französisch ist die zweite Fremdsprache (alternativ kann Latein gewählt werden). Sie beginnt in G8 mit Klasse 6, in G9 mit Klasse 7, jeweils mit 5 Wochenstunden. Ab dem 2. Lernjahr sind es 4 Wochenstunden, in Klasse 10 (G8) bzw. 11 (G9) noch 3. Französisch kann in der Kursstufe als 4-stündiges Fach belegt werden.

Warum Französisch wählen?

Frankreich ist unser nächster Nachbar und wichtigster Handelspartner. Die französische Sprache und Kultur beeinflusst uns seit Jahrhunderten. Französisch wird nicht nur in Frankreich, sondern auch in Teilen Belgiens, Luxemburgs und der Schweiz sowie in zahlreichen Ländern in Afrika, Amerika, Asien und Ozeanien gesprochen.

Entscheidungshilfen

Folgende Fragen können Dir (und natürlich Deinen Eltern) helfen, die richtige Wahl zu treffen:

  • Ist es Dir wichtig, dass Du die neue Sprache mit anderen Menschen sprechen kannst?
  • Fällt es Dir leicht, Dich in einer anderen Sprache auszudrücken, z.B. in Englisch?
  • Gefallen Dir die typischen Bestandteile des Englisch-Unterrichts, wie Texte in der Fremdsprache hören, lesen, verstehen und schreiben?
  • Kommst Du mit der Rechtschreibung im Deutschen und Englischen ganz gut klar?

Kannst Du diese Fragen mit ja beantworten, ist es auch ein „oui!“ zu Französisch, denn

  • Französisch wird – im Gegensatz zu Latein – von Millionen von Menschen als Muttersprache gesprochen. Frankreich ist nur ein Katzensprung von uns entfernt.
  • Der Französischunterricht findet – im Gegensatz zu Latein – ganz überwiegend in der Fremdsprache statt.
  • Die Methoden und Übungsformen ähneln – im Gegensatz zu Latein – denen des Englischunterrichts.
  • Die französische Rechtschreibung ist – im Gegensatz zu Latein – nicht ganz einfach. Wir sagen das offen und ehrlich, denn Herausforderungen sind da, um sie anzunehmen!

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