Medienentwicklungsplan2017-05-25T14:17:54+00:00

Seit etwa Mitte 2016 arbeiten wir mit Hochdruck daran, den Anforderungen des neuen Bildungsplans in Punkto Medienbildung entsprechen zu können. Sie bringen nicht nur die Notwendigkeit mit sich, innezuhalten und zu reflektieren, wie Schule sich im Hinblick auf die fortschreitende Digitalisierung weiterentwickeln muss, sondern sie machen auch ein angemessenes Medienbildungskonzept nunmehr unabdingbar. Dass sich die Schule weiterentwickeln muss, ist spätestens seit dem Bildungskongress 2016 in Stuttgart unbestreitbar. Dort wurden von Herrn Kraft, dem Direktor des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg folgende zehn Thesen (Erläuterungen) zum Lehren und Lernen im digitalen Zeitalter aufgestellt:

  1. Wir leben in einer Mediengesellschaft
  2. Schüler müssen mit Medien lernen
  3. Schüler müssen über Medien lernen (Jugendmedienschutz)
  4. Medienbildung muss altersgerecht umgesetzt werden
  5. Urheberrechtlich gesicherte Medien müssen zur Verfügung stehen
  6. Es muss Unterstützungsangebote vor Ort geben
  7. Es muss eine digitale Bildungsplattform verfügbar sein
  8. Ausstattung und Vernetzung von Schulen müssen verbessert werden
  9. Lehrkräfte brauchen Kommunikationsmöglichkeiten
  10. Es muss ein Landeskonzept für kompetenzorientierte digitale Bildung geben

Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, die Hilfe des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg (LMZ) anzunehmen, uns im Rahmen eines Medienentwicklungsplans bei der strukturierten Ausarbeitung eines Medienkonzepts zu unterstützen. So können wir unsere eigenen Ideen einbringen, jedoch auf die Erfahrung des LMZ zurückgreifen.

Unterstützt von einem Schulnetzberater und einem medienpädagogischen Berater, die beide am Kreismedienzentrum Rottweil tätig sind, können wir so ein Medienkonzept erarbeiten, welches von der ganzen Schulgemeinschaft sowie dem Schulträger getragen werden kann. Daher ist es uns überaus wichtig, sowohl mit unseren aufgeschlossenen Eltern als auch mit den verantwortlichen Vertretern der Stadt Sulz regelmäßig in Kontakt zu bleiben. Denn wir haben alle ein gemeinsames Ziel: unseren Schülerinnen und Schülern die Medienbildung ermöglichen, die sie brauchen. Und dies können wir nur erreichen, wenn wir Hand in Hand arbeiten.

Beim Medienentwicklungsplan geht es zuerst einmal darum, den Ist-Zustand zu beschreiben, um in einem zweiten Schritt zu erörtern, wohin die Reise allgemein gehen soll. Der konkret ausgearbeitete Soll-Zustand steht erst fast am Ende des Medienentwicklungsplans.

Federführend ist eine kleine Steuergruppe, die in regelmäßigen Abständen in Austausch tritt mit der Schulleitung, den Kollegen, den Experten des Kreismedienzentrums, den Eltern und dem Schulträger. Um vom Ist-Zustand zum Soll-Zustand zu gelangen, sind folgende Schritte nötig:

  • Erarbeitung eines Medienkonzeptes
    • Teil 1: Mediencurriculum für die Schule
    • Teil 2: Medienthemenplan für die einzelnen Fächer
  • Erarbeitung des notwendigen technischen Konzepts
  • Ausarbeitung eines Finanzierungsplans in mehreren Stufen
  • Fortbildung der Lehrkräfte
  • Evaluation und Anpassung
MEP

Dabei ist es ganz wichtig, ein pädagogisches Konzept zu haben bevor man sich der konkreten Technik widmet. Größere bauliche Maßnahmen, wie z.B. den Anschluss aller Räume ans Computernetz und die notwendigen Verkabelungen für Peripheriegeräte (Beamer etc.) können bereits im Vorfeld eingeplant werden, da sie unabhängig von spezifischen Geräten und schon vorher absehbar sind. D.h. sie können parallel mit der Entwicklung des Mediencurriculums in Angriff genommen werden.

Die vollständige Realisierung des Medienentwicklungsplans dauert für gewöhnlich mehrere Jahre. Wir vom Albeck-Gymnasium haben uns vorgenommen, bis Ende des Schuljahrs 2016/2017 bis zur Ausarbeitung eines mehrstufigen Finanzierungsplans zu kommen. Den Fortschritt des Projekts können Sie auf dieser Seite mitverfolgen.