Schülerinnen und Schüler aus der Oberstufe des Albeck-Gymnasiums nahmen unter der Leitung von Herrn Meihofer an der diesjährigen zweitätigen Konferenz des Jugendparlaments am Oberrhein im Novartis Dreiländer-Campus in Basel teil. Als Mitglieder der deutschen Delegation diskutierten sie mit insgesamt 50 Schülern aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz in drei Ausschüssen sowie im Plenum über grenzüberschreitende Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten in Europa und insbesondere in der trinationalen Grenzregion.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekannten sich zu einem offenen Europa ohne neue Grenzkontrollen, zur Aufrechterhaltung der Freizügigkeit und forderten Mobilitätshilfen, um künftig Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten im Nachbarland viel stärker als heute   wahrnehmen zu können, beispielsweise durch die Aufhebung der Doppelbesteuerungsproblematik in der Schweiz für EU-Arbeitnehmer. Außerdem sollte der Austausch in der Grenzregion auch in der Freizeit gefördert werden – etwa durch ein preisgünstiges grenzüberschreitendes öffentliches Nahverkehrsangebot für Jugendliche.

Auch hinsichtlich ihres Schulalltags formulierten die Schülerinnen und Schüler politische Forderungen, wie europaweite Qualitätsstandards in der Lernplangestaltung für den Fremdsprachenunterricht, um ein gleiches Sprachniveau in den drei Ländern zu erreichen. Da häufig die praktische Sprachlernerfahrung im Nachbarland fehle, forderte die Konferenz ein freiwilliges, längeres Praktikum im Ausland in der neunten oder zehnten Klasse.

Die am zweiten Konferenztag beschlossene Resolution wird nun an politische Gremien der drei Teilnehmerstaaten, wie beispielsweise den baden-württembergischen Landtag, übergeben, wo diese in der parlamentarischen Ausschussarbeit Berücksichtigung finden soll.